What happens after the request: registration, family handling, major support and rights where officially stated?
Asylum interviews are held with an interpreter and a relief-organisation representative; applicants must cooperate (identity, documents, biometrics). Accommodation and care of asylum seekers, temporarily admitted persons and persons in need of protection is provided by the Liechtenstein Refugee Aid (FHL) under Art. 59 Asylum Act, including housing, economic, medical and psychosocial care, counselling and help finding work; the state bears costs of accommodation, living costs, insurance and legal advice (not legal representation). Persons with sufficient assets must reimburse costs. If they work, wages are assigned to the state (wage cession), with a motivation bonus paid out; the cession ends at the latest five years after the asylum request. When a temporarily admitted person receives a residence permit under Art. 31 Asylum Act, FHL responsibility ends and the Office of Social Services takes over. Children must attend school, usually within 30 days of the asylum request. The official source does not state family handling during the procedure.
See recorded sources
Limits of the record- Family handling (e.g. family reunification for temporarily admitted persons) is not stated in the sources read.
- https://www.llv.li/en/national-administration/migration-and-passport-office/asylum/asylum-procedure
All asylum interviews are conducted with the help of an interpreter in the asylum seeker's native language and in the presence of a representative of a relief organization. Asylum seekers are obliged to cooperate in establishing the facts of the case and must disclose their identity, provide relevant documents, state relevant grounds for asylum, identify and submit any evidence and cooperate in the collection of biometric data.
- https://www.llv.li/de/landesverwaltung/auslaender-und-passamt/asyl/unterbringung-und-betreuung
Die Unterbringung und Betreuung von Asylsuchenden, vorläufig Aufgenommenen und Schutzbedürftigen ist im Asylgesetz unter Art. 59 geregelt. Die Regierung hat in diesem Zusammenhang eine Leistungsvereinbarung mit der Liechtensteiner Flüchtlingshilfe (FHL) zur selbstständigen Erledigung der Betreuung abgeschlossen. Die FHL ist gemäss Leistungsvereinbarung zuständig für:
- die Unterbringung in geeigneten Unterkünften;
- die Durchführung der Lohnverwaltung;
- die Sicherstellung der wirtschaftlichen, medizinischen und psychosozialen Versorgung;
- die Beratung und Begleitung während des Aufenthalts in Liechtenstein
- die Förderung der Integration und Rückkehrfähigkeit,
- die sinnvolle Beschäftigung und die Unterstützung bei der Arbeitssuche;
- https://www.llv.li/de/landesverwaltung/auslaender-und-passamt/asyl/unterbringung-und-betreuung
Der Staat trägt dabei die Kosten für:
- den Aufwand der Flüchtlingshilfe sowie die damit verbundenen Verwaltungskosten;
- das Aufnahmezentrum sowie die Infrastruktur und Miete allfälliger Unterkünfte;
- die Unterbringung, die Lebenserhaltungskosten, allfällige Versicherungen sowie Kostenbeteiligungen bei Krankheit und Unfall;
- Die Rechtsberatung der unter das Asylgesetz fallenden Personen (keine Rechtsvertretung!).
- https://www.llv.li/de/landesverwaltung/auslaender-und-passamt/asyl/unterbringung-und-betreuung
Asylsuchende, vorläufig Aufgenommene oder Schutzbedürftige, die über ausreichendes Vermögen verfügen, sind zur Rückerstattung der Kosten nach Aufzählungspunkt zwei und drei verpflichtet.
- https://www.llv.li/de/landesverwaltung/auslaender-und-passamt/asyl/unterbringung-und-betreuung
Gehen Asylsuchende, vorläufig Aufgenommene oder Schutzbedürftige einer Erwerbstätigkeit nach, so werden die Lohnforderungen an den Staat abgetreten ( _Lohnzession_). Die Gelder werden von der Flüchtlingshilfe verwaltet. Allerdings wird während der Dauer der Lohnzession ein bestimmter Betrag des einbehaltenen Geldes gemäss Asylverordnung als Motivationsprämie ausbezahlt. Die Lohnzession endet entweder mit der Asylgewährung, der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, der nachweislichen Ausreise oder mit der Abschreibung des Asylgesuchs, aber spätestens fünf Jahre nach Einreichung des Asylgesuches.
- https://www.llv.li/de/landesverwaltung/auslaender-und-passamt/asyl/unterbringung-und-betreuung
Wird ein Asylsuchender als Flüchtling anerkannt oder erhält ein vorläufig Aufgenommener gemäss Art. 31 Asylgesetz eine Aufenthaltsbewilligung, so endet die Zuständigkeit der Flüchtlingshilfe. Ab diesem Zeitpunkt ist das Amt für Soziale Dienste für die Betreuung zuständig.
- https://www.llv.li/de/landesverwaltung/auslaender-und-passamt/asyl/unterbringung-und-betreuung
Minderjährige Kinder von Asylsuchenden und unbegleitete Minderjährige sind im Rahmen der obligatorischen Schulzeit verpflichtet, den Kindergarten, die Primarschule und die weiterführenden Schulen zu besuchen. Der Schulbesuch beginnt in der Regel spätestens 30 Tage nach Einreichung des Asylgesuchs unter Beachtung der Schulferien und in Rücksprache mit dem Schulamt.